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Lehmkuhlener Pony

Lehmkuhlener Stute "Maiblume" mit Hengstfohlen von Greenholme Sindbad geb. 2006.

 Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Baronin von Donner auf Gut Lehmkuhlen bei Preetz in Ostholstein mit der Zucht eines sportlichen Ponys für die Kinder der Familie. Stammstuten der Zucht waren u. a. die Dülmener Wildpferdstuten „Wiltrud“ und „Griseldis“. Zum Stammvater der Zucht wurde der Rapphengst „Marquis Ito“, ein Westmoorlandpony. In der Anfangszeit der Zucht wurde „Ito“ als alleiniger Deckhengst eingesetzt, später kamen Ito-Söhne, Dülmener Wildpferdhengste und Welsh-Pony-Hengste zum Einsatz.

 Bei den Fellfarben des Lehmkuhlener Ponys dominieren Brauntöne. Rappen, Graue und Füchse treten selten, Falben, Schecken und Schimmel sehr selten auf. Kleine weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind häufig, Wildpferdepoints selten. Die Widerristhöhe beträgt 1,25 bis 1,35m. Der Kopf ist fein und edel, das Fundament trocken und hart. Bei den Hengsten ist das Langhaar üppig ausgeprägt, so dass sie deutlich von den Stuten zu unterscheiden sind. In Lehmkuhlen wurden die Ponys ganzjährig im Freien gehalten. Sie sind hart, genügsam und gesund. Die Ponys sind leistungsbereit, gutmütig, mit eleganten Gängen und großem Springvermögen.

 Zunächst verschenkte die Baronin von Donner Pferde an Freunde und Verwandte der Familie. Später wurden einige Tiere verkauft. 1953 wurde die Zucht aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst, die Zuchttiere verkauft. Wenige Züchter bemühten sich um den Erhalt der Rasse. Friedrich Lilienthal kaufte einige Tiere, bekam aber für seinen Deckhengst keine Deckerlaubnis. So kreuzte er die Ponys mit Araber- und Warmbluthengsten. Leider ging dadurch der Ponycharakter der Tiere verloren. Hans Kurt von Eben aus Niederkleveez gelang es zwei Deckhengste aus der Lehmkuhlener Zucht zu erwerben. Mit ihnen und einer original Lehmkuhlener Ponystute begann er die Zucht. Hier blieb der Charakter des Original Lehmkuhlener Ponys erhalten. Als Hans Kurt von Eben 2002 starb schien das Lehmkuhlener Pony zum Aussterben verurteilt. Götz von Donner, Enkel der Baronin von Donner, baute mit vier Pferden aus der Zucht von Hans Kurt von Eben eine Zuchtgruppe Lehmkuhlener Ponys auf Gut Breiteneiche auf. Wie viele zuchtfähige Tiere es neben diesem Bestand noch gibt ist unklar. Die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ stuft die Rasse als extrem gefährdet ein. Das Lehmkuhlener Pony steht auf der Roten Liste der bedrohten Haustierrassen.

 

Tierarztpraxis Barbarastraße, Barbarastr. 50B, 46282 Dorsten  |  02362/9977331, info@tierarztpraxis-barbarastrasse.de